News 13.07.2023
Sanierungsbonus 2023/24

Sonnenschutz ist wesentlicher Bestandteil sinnvoller Sanierung

Wien, im Juli 2023._Im Mai beschloss die österreichische Bundesregierung die Fortsetzung der Erfolgsstory „Sanierungsscheck“ unter neuem Namen. Der dynamische Sonnenschutz wird dabei allerdings nach wie vor viel zu oft außer Acht gelassen. Denn es geht nicht nur darum, dass Wände, Fenster, Türen und Dächer ganz dicht sind. Zum gegebenen Zeitpunkt sollte die Kraft der Sonne über die Fenster als kostenlose Heizung genutzt werden. Und an heißen Tagen braucht es außenliegenden Sonnenschutz, damit sich die Räume hinter den Fenstern nicht aufheizen. Der Fensteraustausch sollte daher unbedingt mit dem Einbau eines Raffstores, Rollladen oder einer Fenstermarkise einhergehen - und das wird auch gefördert. Es steht ein Fördertopf in der noch nie dagewesenen Höhe von 940 Mio. € zur Verfügung.

Sanieren leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, vor allem aber wohnt es sich in sanierten Häusern komfortabler bei gleichzeitig niedrigeren Energiekosten. Mit der Erhöhung des Sanierungsbonus sind die Rahmenbedingungen für thermische Sanierungen derzeit ganz besonders attraktiv. Laut einer aktuellen Umfrage von TQS Research & Consulting denken daher fast drei Viertel aller heimischen Eigenheimbesitzer*innen darüber nach, Sanierungs- oder Verbesserungsmaßnahmen an der eigenen Immobilie zu setzen. das wäre auch wichtig, denn demgegenüber steht eine Sanierungsrate beim österreischischen Wohnungsbestand von ca. 1,7 Prozent (laut Erhebung des IIBW, Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen). Zur Erreichung der Klimaziele sind allerdings mindestens 2,5 Prozent nötig!

Sanierung mit Sonnenschutz hilft im Sommer und im Winter

Das Thema Sonnenschutz wird in diesem Zusammenhang allerdings nach wie vor viel zu oft außer Acht gelassen. DI Fuad Salic, Sprecher des Verbandes Sonnenschutztechnik: „Die thermische Sanierung soll ja während des ganzen Jahres sinnvoll sein. Das heißt, sie soll nicht nur im Winter Heizkosten reduzieren, sondern auch Überwärmung verhindern, um den Kühlenergiebedarf für strombetriebene Klimageräte zu senken oder gar zu vermeiden. Der Sonnenschutz als passives Kühlsystem wird allerdings häufig aus Unwissenheit bei der Planung nicht mitbedacht!“. Und das, obwohl Studien belegen, dass Räume mit effektiver Beschattung im Vergleich eine um bis zu 5 bis 10 Grad niedrigere Raumtemperatur an Hitzetagen haben als solche ohne Beschattung. Von der Holzforschung Austria und der TU-Graz durchgeführte Simulationen*) belegen, dass eine außenliegende Beschattung bei richtiger Anwendung eine Energieeinsparung von ca. € 250,- bis € 450,- pro Jahr (Basis 07/2022) für eine durchschnittliche Wohnung ermöglicht. Damit amortisiert sich der Sonnenschutz bereits fünf bis sieben Jahre nach dem Einbau! Deshalb wird im Rahmen des aktuellen Sanierungsbonus 2023/24 des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie der Sonnenschutz in Verbindung mit dem Fenstertausch mitgefördert!

Salic: „Für Gebäude, die mittels Sanierung auf den neuesten Stand gebracht werden, ist es genauso unumgänglich wie für Neubauten, den Sonnenschutz als sinnvolles Instrument für nachhaltigen und ganzjährigen Komfort einzusetzen! Denn er bringt Nutzer*innen und Bewohner*innen ein behagliches Raumklima - ganz ohne aufwändige und teure Klimatechnik! Wohnbauten können ohne dynamischen Sonnenschutz weder energetisch noch finanziell gut bilanzieren!“ In unserer Klimazone mit immer heißeren Sommern und kalten Wintern müssen sich Fenster an das Außenklima anpassen können. Der Experte des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik weist in diesem Zusammenhang auf den hohen Wirkungsgrad von motorisierten und automatisierten Systemen hin: „Wenn Raffstores, Screens und Co. im Winter bei hoher Sonneneinstrahlung weggefahren werden, arbeiten die Fenster dahinter als Solarkollektoren. Und im Sommer werden Fenster damit verschattet, was die Kühllast fast zur Gänze reduziert.“

Mit ein paar Steps zur Förderung

Entscheidung Nummer 1: Soll das Gebäude rundum in einem Schritt oder nach und nach saniert werden? Wobei man natürlich mit einer umfassenden Sanierung zielführender zum besten Ergebnis kommt. Im ersten Schritt sollte das Gebäude nach der Registrierung vorab besichtigt werden und dann lässt man sich beraten, welchen Sanierungsbedarf die eigenen vier Wände haben. Die Energieberatung kostet in den Bundesländern entweder nichts oder nur einen geringen Beitrag. Im nächsten Schritt informiert man sich über die möglichen Bundes- und Landesförderungen und lässt auf Basis der Energieberatung einen Energieausweis oder ein Sanierungskonzept erstellen. Auf dieser Basis plant man dann die Sanierung mit einem professionellen Fachbetrieb. Sobald die Projektplanung abgeschlossen ist und aller erforderlichen Unterlagen bereit liegen, geht es los mit der Anmeldung. Dann werden nach der Projektumsetzung die formalen Bedingungen geprüft, sowie die tatsächliche Förderung berechnet und nach Genehmigung ausgezahlt.

Alle Infos zum Sanierungsbonus: www.sanierungsbonus.at

*) F&E Projekt „Coole Fenster“ im Programm „Stadt der Zukunft“ des Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) mit von der Holzforschung Austria und der TU-Graz durchgeführten Simulationen

Über den Bundesverband Sonnenschutztechnik:
Der Bundesverband Sonnenschutztechnik ist der Dachverband der österreichischen Sonnenschutzindustrie. Kooperationspartner sind u.a. klima:aktiv, IBO, ÖGUT, DECA, Bau.Energie.Umwelt.Cluster NÖ und die Plattform Innovative Gebäude Österreich. Der Verband repräsentiert 20 Mitgliedsbetriebe mit insgesamt über 1.500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Er sichert mit einer Wertschöpfung von ca. 800 Mio. Euro an die 10.000 heimische Arbeitsplätze vor allem im gewerblichen Bereich. Der BVST ist Gründungsmitglied des Europäischen Dachverbandes ES-SO (European Solar Shading Organization), zu dem 27 Mitgliedsverbände zählen. Verbandsweit ermöglichen alle mit Sonnenschutz verbundenen Leistungen (bis hin zu Montage und Serviceleistungen) Arbeitsstellen für 400.000 Angestellte und Arbeiter, die einen Gesamtumsatz von ca. 15 Milliarden Euro erwirtschaften. 

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